"Smarthome"-Technology muss bedienbar sein

Reduzierung auf das Wesentliche ist das A&O einer gebrauchstauglichen Technik. Und vor allem bei einem Smarthome sollte das beachtet werden - verbringt man doch einen Großteil seines Lebens damit. Weglassen erleichtert das Wohnen. Präsenzmelder in Nutzräumen reichen völlig aus, um Licht zu schalten. Bei einem Smarthome gelten andere Kategorien als "Licht an/aus", "Jalousie hoch/runter". Szenen gruppieren Aktionen. Ein Beispiel: Für das Frühstück richten wähle ich Deckenspots, Beleuchtung am Arbeitstisch und Licht am Esstisch. Klassisch brauche ich hierfür drei Taster. In der "neuen Welt" denke ich nur an "Frühstück richten" und spare damit zwei Schalter. Die Szene schaltet dann die vordefinierten Lichter. 

Ein anderes Beispiel: Die Bedienung der Haustechnik über Tablet PC oder Smartphone gehört schon fast zum Standard - ist es doch quasi die Zentrale des Hauses, worüber ich alles steuern kann - auch von unterwegs. Doch um effektiv zu bleiben, muss das User Interface gebrauchstauglich aufgebaut sein. Viele Hersteller bieten mittlerweile zwar Visualisierungen an, gebrauchstauglich sind jedoch kaum welche. Das Problem: Die Programme erfassen nicht die Zielgruppe. Junge Menschen benötigen ein anderes User-Interface als Senioren mit beginnender Demenz.

Die richtige Auswahl der Bedienelemente und ein perfekt umgesetztes User-Interface am TabletPC ist fast wichtiger, als die eigentlich Technik.